Dass Kunst echte Wertpotenziale bereithält und weit mehr als nur eine visuell ansprechende Wand-Deko ist, ist fast allen bekannt. Doch wer investieren möchte, kann auf die traditionellen Barrieren eines Marktes stoßen, der lange Zeit als elitäre Blackbox galt. Wie dieser Markt funktioniert und warum er heute deutlich zugänglicher wird, schauen wir uns genauer an.
Die Basics: Wie funktioniert der Kunstmarkt?
Der Wert eines Kunstwerks bemisst sich nicht allein an seiner ästhetischen Wirkung. Neben dem emotionalen Wert spielen bei der Bewertung, Kuratierung und Weiterveräußerung vor allem Vertrauen, Netzwerke und Marktmechanismen eine entscheidende Rolle.
Anders als bei Aktien oder Immobilien entsteht der Wert eines Kunstwerks nicht allein durch messbare Kennzahlen. Entscheidend sind Faktoren wie die Bekanntheit des Künstlers, die Galerievertretung, Ausstellungshistorien, institutionelle Anerkennung und die Nachfrage am Markt. Der Erstverkauf erfolgt auf dem Primärmarkt, spätere Weiterverkäufe auf dem Sekundärmarkt über Galerien, Kunsthändler oder Auktionshäuser. Für Investierende ist dieses Zusammenspiel relevant, da es die Grundlage für die langfristige Wertentwicklung eines Werkes bildet.
Das bewegt den Kunstmarkt heute
Der Kunstmarkt befindet sich aktuell in einer Phase der Neukalibrierung. Nach den spekulativen Auswüchsen der Pandemiejahre richtet sich der Fokus wieder stärker auf etablierte Künstler, nachvollziehbare Provenienzen (die lückenlose Besitzgeschichte) und kunsthistorisch relevante Werke. Besonders gefragt sind Positionen der Nachkriegsmoderne und sogenannte Blue-Chip-Künstler, deren Markt über Jahrzehnte gewachsen ist. Ein Beispiel dafür ist Günther Uecker, dessen Werke aktuell von einer steigenden institutionellen Aufmerksamkeit und einer zunehmenden Angebotsverknappung geprägt sind. Seine Werke steht damit exemplarisch für die Entwicklung, die derzeit viele etablierte Positionen der Nachkriegsmoderne erfahren: steigende institutionelle Aufmerksamkeit bei gleichzeitig begrenztem Angebot.
Für Investierende ist diese Entwicklung nicht zu ignorieren, denn genau diese Qualität und institutionelle Anerkennung wird derzeit wichtiger bewertet als kurzfristige Trends. Gleichzeitig machen Digitalisierung und Modelle wie Fractional Ownership den Markt zugänglicher. Kunst entwickelt sich somit immer mehr von der zuvor beschriebenen elitären Blackbox zu einem transparenteren Anlageökosystem und erreicht damit ganz neuen Gruppen an Investierenden.
Das Problem mit der Informationsasymmetrie
Trotz zunehmender Transparenz bleibt der Kunstmarkt von Informationsasymmetrien geprägt. Käuferinnen und Käufer verfügen oft nicht über dieselben Informationen wie Galerien, Handelnde oder große Sammelnde. Was im ersten Moment selbstverständlich erscheint, führt jedoch zu Problemen und Benachteiligungen, von denen verstärkt genau diese Käuferinnen, Käufer sowie Privatanlegende betroffen sind.
Zum einen resultiert dies aus einer teilweise intransparenten Preisbildung, die nicht standardisiert an einem Ort, sondern oft diskret zwischen Handelnden oder in Galerien erfolgt. Dies erschwert für Unbeteiligte die Nachvollziehbarkeit, da die Preisfestlegung von subjektiven Faktoren, wie dem emotionalen Wert, die Künstlerbekanntheit oder das Prestige beeinflusst wird.
Ein weiterer Faktor ist die Provenienz: Wird ein Kunstwerk nicht professionell geprüft und begutachtet, kann es zur Zurückhaltung wichtiger Informationen über den Zustand und die Provenienz eines Werkes kommen. Im schlimmsten Fall kann es sich hierbei um eine Fälschung handeln. Zudem besitzen Parteien, wie Auktionshäuser erheblichen Einfluss und können durch die Inszenierung den Wert eines Kunstwerkes künstlich nach oben treiben. Das Ergebnis: Ohne Know-how und Insider-Wissen können Außenstehende Hype und tatsächlichen Substanzwert nicht voneinander differenzieren.
Genau deshalb unterscheidet sich ein Kunstinvestment von vielen anderen Anlageformen. Während Aktienkurse jederzeit öffentlich einsehbar sind, erfordert die Bewertung von Kunst ein tiefes Verständnis des Marktes und seiner Qualitätskriterien.
Informationsasymmetrien sind kein neues Phänomen. Doch wieso bleibt der Kunstmarkt für Käuferinnen, Käufer sowie Privatanlegende weiterhin stark gefragt?
Warum Kunst als Investmentanlage interessant bleibt
Anders als klassische Finanzanlagen folgt der Kunstmarkt eigenen Dynamiken und entwickelt sich häufig unabhängig von den Schwankungen an den Kapitalmärkten. Gerade hochwertige Werke etablierter Künstlerinnen und Künstler gelten deshalb für viele als interessante Ergänzung zur Diversifikation des Portfolios.
Hinzu kommt, dass der aktuelle Markt zunehmend Qualität belohnt. Während spekulative Segmente zuletzt unter Druck geraten sind, konzentriert sich die Nachfrage verstärkt auf kunsthistorisch relevante Positionen mit nachvollziehbarer Provenienz, institutioneller Anerkennung und langfristiger Marktpräsenz.
Doch wie können Interessierte von diesen Entwicklungen profitieren, ohne selbst jahrelanges Marktwissen aufzubauen? Genau an dieser Stelle kommen spezialisierte Intermediäre ins Spiel. Was einst ein exklusiver Markt für die „Reichen und Schönen“ war, wird heute durch professionelle Plattformen zugänglicher. Durch unabhängige Analysen und datenbasierte Bewertungen helfen sie dabei, Informationslücken zu schließen und Kunst als Anlageklasse transparenter zu machen.
Arttrade, die Expertenplattform für Kunstinvestments und Partner von OneCrowd, unterstützt Investierende entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Kunstwerten. Wie Julian Kutzim, Co-Founder von arttrade, die Informationsasymmetrie im Kunstmarkt einordnet, erklärt es selbst:
„Auf dem Kunstmarkt herrscht weitestgehend eine Intransparenz der Preise. Ob ein Werk zu einem fairen Preis angeboten wird, lässt sich für Privatanleger ohne tiefes Marktwissen kaum beurteilen – Provenienz, Ausstellungshistorie, Galerievertretung und Auktionsdaten müssen zusammengeführt und interpretiert werden. In dieser Informationsasymmetrie zugunsten des Verkäufers liegt ein Risiko. Was wir bei arttrade tun, ist diese Asymmetrie systematisch zu reduzieren – durch eigene Marktrecherche, unabhängige Bewertung und eine Auswahl, die sich an nachvollziehbaren Kriterien orientiert.“
Die Entwicklung zeigt: Kunstinvestments müssen heute nicht mehr ausschließlich vermögenden Sammlerinnen und Sammlern vorbehalten sein. Neue Beteiligungsmodelle ermöglichen einen niedrigschwelligeren Zugang zu professionell ausgewählten Kunstwerten und tragen dazu bei, die traditionellen Eintrittsbarrieren des Marktes zu senken.
Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt beispielsweise das aktuelle Kunst-Collectible „Diagonale Struktur V“ von Günther Uecker auf OneCrowd, an dem sich Investierende mit einem nicht nachrangigen elektronischen Wertpapier bereits ab 50 € beteiligen können.
Das Fazit
Der Kunstmarkt öffnet sich zunehmend und entwickelt sich von einer exklusiven Nische hin zu einer zugänglicheren Anlageklasse für die breite Masse. Moderne Plattformen wie arttrade schaffen durch professionelle Bewertungen, transparentere Auswahlprozesse und Beteiligungsmodelle wie Fractional Ownership die Voraussetzungen dafür, Informationshürden abzubauen und den Zugang zu hochwertigen Kunstwerten zu erleichtern. Die Möglichkeiten, sich bereits mit kleineren Beträgen an dieser Anlageklasse zu beteiligen, sind heute größer als je zuvor.
Disclaimer: Investments in diese Kapitalanlage sind riskant und sollten nur als Teil eines diversifizierten Portfolios erfolgen. Der Erwerb der angebotenen Kapitalanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust der Investitionssumme führen. Ein in Aussicht gestellter Ertrag ist nicht garantiert und kann auch niedriger ausfallen.
