Mit „Tuchfabrik – Wohnen in Burg“ startet auf OneCrowd ein Immobilienprojekt, das historische Industriearchitektur mit modernem, energieeffizientem Wohnen verbindet. Aus einem ehemaligen „Lost Place“ entstehen in einer denkmalgeschützten Tuchfabrik insgesamt 44 hochwertige Wohneinheiten im Einzugsgebiet von Magdeburg. Hinter dem Projekt steht die Wegweisend Invest GmbH rund um Geschäftsführer Thomas Gobel, der über 30 Jahre Bauexpertise in die Sanierung einbringt. Im Interview sprechen wir über die Besonderheiten des Standorts, die Chancen der Denkmalsanierung, den aktuellen Projektstatus und die Rolle der Crowd bei der weiteren Entwicklung der Tuchfabrik.
OneCrowd: Herr Gobel, für alle, die das Projekt noch nicht kennen: Was macht „Tuchfabrik – Wohnen in Burg“ aus Ihrer Sicht besonders und warum steckt gerade in ehemaligen Industrieimmobilien so viel Potenzial?
Thomas Gobel: Für mein Dafürhalten lebt es sich in Industriedenkmälern besonders gut. Ob es die hohen Räume, die großzügigen Fensterflächen oder die massive Bauweise sind – diese Gebäude besitzen einen Charakter, den ein Neubau heute oftmals nicht mehr bieten kann. Häufig kommt beim Neubau aus wirtschaftlichen Gründen der Rotstift zum Einsatz, wodurch ein Teil des Wohnflairs verloren geht.
Was die Tuchfabrik darüber hinaus besonders macht, ist die Verbindung aus Geschichte und Zukunft. Aus einem ehemaligen „Lost Place“ entsteht moderner, energieeffizienter Wohnraum mit eigenem Charakter und langfristiger Perspektive.
Dabei betrachten wir nicht nur das Gebäude selbst, sondern immer auch das Umfeld. Unser Anspruch ist, ein Wohnumfeld mit echter Lebensqualität zu schaffen, mit kurzen Wegen, guter Infrastruktur und einer Entwicklung, die generationsübergreifend attraktiv bleibt. Genau darin liegt aus meiner Sicht das große Potenzial ehemaliger Industrieimmobilien.
OneCrowd: Das Projekt verbindet Denkmalsanierung mit energieeffizientem Wohnen. Welche Maßnahmen werden umgesetzt, um historischen Charme und moderne Wohnqualität miteinander zu vereinen?
Thomas Gobel: Die Fabrik wird nach der Sanierung zum Effizienzhaus 70 EE. Das bedeutet, dass durch umfangreiche Maßnahmen an der Gebäudehülle und der technischen Ausstattung ein deutlich geringerer Energieverbrauch erreicht wird.
Die Herausforderung bei einem Denkmal besteht immer darin, historische Substanz zu erhalten und gleichzeitig zeitgemäßen Wohnkomfort zu schaffen. Dazu gehören moderne Haustechnik, hochwertige Ausstattungsstandards sowie durchdachte Grundrisse.
Besonders wichtig war uns dabei auch der Aspekt des barrierearmen und altersgerechten Wohnens. Wohnraum muss heute möglichst lange nutzbar bleiben und sich an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen können. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sehen wir hier einen langfristig steigenden Bedarf. Die Verbindung aus historischem Charme, moderner Technik und langfristiger Nutzbarkeit schafft aus unserer Sicht einen echten Mehrwert, nicht nur für die heutigen Bewohner, sondern auch mit Blick auf die zukünftige Attraktivität und Wertbeständigkeit der Immobilie.
OneCrowd: Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt in vielen Regionen hoch. Welche Rolle spielen aus Ihrer Sicht Standorte wie Burg im Einzugsgebiet von Magdeburg und warum ist gerade dort attraktiver Wohnraum gefragt?
Thomas Gobel: Burg profitiert aus meiner Sicht stark von seiner Lage im Einzugsgebiet Magdeburgs. Viele Menschen suchen heute Wohnraum, der bezahlbar ist und gleichzeitig Lebensqualität bietet, genau diese Kombination findet man hier. Die Bahnhofsnähe sowie die gute Erreichbarkeit machen den Standort insbesondere für Pendler attraktiv. Gleichzeitig bietet Burg eine gewachsene Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangeboten und Einrichtungen wie dem Schwimmbad.
Hinzu kommt, dass wir das Umfeld aktiv mitdenken und entwickeln. Perspektivisch gehören dazu zusätzliche Angebote im Bereich Sport und Bewegung, soziale und kulturelle Nutzungsmöglichkeiten sowie die Ansiedlung weiterer medizinischer und gesundheitsnaher Angebote. Solche Entwicklungen schaffen nicht nur höhere Lebensqualität, sondern stärken langfristig die Attraktivität des gesamten Quartiers.
Gerade im Bereich barrierearmen und altersgerechten Wohnens sehen wir zudem eine Entwicklung, die weit über kurzfristige Marktzyklen hinausgeht. Der Bedarf an entsprechendem Wohnraum wächst kontinuierlich. Für uns ist das deshalb nicht nur eine Frage des Wohnkomforts, sondern auch ein wichtiger Faktor für die langfristige Nachfrage und Stabilität eines Standorts.
OneCrowd: Vertrauen entsteht im Immobilienbereich oft durch erfolgreich umgesetzte Projekte. Welche Referenzprojekte stehen für Sie sinnbildlich für die Philosophie von Wegweisend Invest?
Thomas Gobel: Unsere Philosophie zeigt sich vor allem darin, historische Immobilien nicht nur zu sanieren, sondern ihnen wirtschaftlich und städtebaulich neues Leben zu geben. Beispielhaft stehen dafür Projekte wie das Petritor 38 in Ziesar, die Brüderstraße 38 in Burg, die Oberstraße sowie insbesondere die Tischfabrik. Diese Projekte zeigen unterschiedliche Größenordnungen, aber dieselbe Grundidee: erhaltenswerte Gebäude entwickeln, Wohnqualität schaffen und gleichzeitig langfristige Werte erhalten. Die Tischfabrik war dabei ein wichtiger Meilenstein und hat gezeigt, dass auch komplexe Denkmalprojekte erfolgreich umgesetzt werden können.

OneCrowd: Transparenz, regionale Expertise und langfristige Wertbeständigkeit spielen bei Wegweisend Invest eine zentrale Rolle. Wie stellen Sie sicher, dass diese Werte auch in der konkreten Projektentwicklung spürbar werden?
Thomas Gobel: Transparenz beginnt für uns mit realistischer Planung und offener Kommunikation. Immobilienentwicklung ist kein risikofreies Geschäft, deshalb halten wir es für wichtig, Chancen und Herausforderungen ehrlich darzustellen.
Unsere Stärke liegt gleichzeitig in der regionalen Erfahrung. Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit Denkmalimmobilien und Bestandsentwicklung und kennen sowohl die Märkte als auch die lokalen Besonderheiten. Wertbeständigkeit entsteht aus unserer Sicht nicht allein durch die Immobilie selbst, sondern ebenso durch das Umfeld und die Zukunftsfähigkeit eines Standorts. Deshalb investieren wir bewusst in Entwicklungen, die ein Quartier langfristig stärken, sei es durch Infrastruktur, Freizeitangebote, medizinische Versorgung oder generationengerechte Wohnkonzepte.
Wir möchten Wohnraum schaffen, hinter dem wir langfristig mit unserem Namen stehen können. Dazu gehört für uns auch der Gedanke, dass Käufer und Eigentümer nicht nur heute eine attraktive Immobilie erwerben, sondern ein Produkt mit nachhaltiger Perspektive und solider Wiederverkaufsfähigkeit erhalten.
OneCrowd: Mit dieser Finanzierungsrunde öffnet die Wegweisend Invest GmbH erstmals die Türen für die Crowd. Warum haben Sie sich bewusst für dieses Beteiligungsmodell entschieden und wofür werden die eingeworbenen Mittel konkret eingesetzt?
Thomas Gobel: Crowdinvesting eröffnet die Möglichkeit, Menschen an einem Projekt teilhaben zu lassen, die sich für Immobilien und nachhaltige Standortentwicklung interessieren und gleichzeitig in reale Werte investieren möchten. Wir sehen darin nicht nur eine Finanzierungsform, sondern auch einen partnerschaftlichen Ansatz.
Die eingeworbenen Mittel dienen der weiteren Umsetzung und Entwicklung der Tuchfabrik und unterstützen die bauliche Realisierung des Projektes. Uns gefällt besonders der Gedanke, dass Investoren frühzeitig an einem Projekt beteiligt werden können, das nicht nur Wohnraum schafft, sondern einen gesamten Standort positiv mitprägt.
OneCrowd: Mit der Wegweisend Invest GmbH entwickeln Sie Immobilienprojekte mit Fokus auf Denkmäler und erhaltenswerte Bestandsimmobilien. Was reizt Sie persönlich daran, historischen Gebäuden neues Leben einzuhauchen und welche Chancen sehen Sie darin für die Zukunft urbanen Wohnraums?
Thomas Gobel: Mich reizt vor allem die Vorstellung, dass man Gebäude mit Geschichte bewahren und gleichzeitig etwas Zukunftsfähiges schaffen kann.
Ein Denkmal ist nie nur ein Baukörper. Es erzählt etwas über die Entwicklung einer Stadt und über die Menschen, die dort gelebt und gearbeitet haben. Wenn man solche Gebäude rettet und wieder nutzbar macht, erhält man ein Stück Identität. Für die Zukunft urbanen Wohnraums sehe ich darin große Chancen. Bestand und Denkmal werden eine immer wichtigere Rolle spielen, weil nachhaltige Stadtentwicklung nicht ausschließlich über Neubau funktionieren kann. Historische Gebäude intelligent weiterzuentwickeln bedeutet aus meiner Sicht deshalb nicht nur, Architektur zu erhalten, sondern Wohnraum zu schaffen, der langfristig Bestand hat, wirtschaftlich, gesellschaftlich und städtebaulich.
OneCrowd: Vielen Dank für Ihre Zeit!
Thomas Gobel: Sehr gern, vielen Dank für das Gespräch.
Disclaimer: Investments in diese Kapitalanlage sind riskant und sollten nur als Teil eines diversifizierten Portfolios erfolgen. Der Erwerb der angebotenen Kapitalanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust der Investitionssumme führen. Ein in Aussicht gestellter Ertrag ist nicht garantiert und kann auch niedriger ausfallen.